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Nachbericht

Gipfeltreffen der
Grappa Brenner

TEASER Nachbericht_Grappa

 

 

 

Gipfeltreffen zu Italiens National-Spirituose fand in Wien statt

 

 

 

Grappa Grande: Trester-Trends im Del Fabro Tasting


 

 

Er kann mehr, als am Digestif-Wagen zu stehen – diese Erkenntnis stand am Ende der Verkostung vom 12. Juni im Meliá Vienna mit vier der wichtigsten Grappa-Produzenten. Aus den Hochburgen der Nationalspirituose Friaul, Veneto und Piemont kamen aber nicht nur die Tresterbrände, sondern auch praktische Anregungen zum zeitgemäßen Einsatz in der Gastronomie.

 

 

 

40 Millionen Flaschen Grappa werden jährlich getrunken, doch 80 % davon sind industriell hergestellt. Nicht diese Masse, sondern die von Familienunternehmen gebrannte „grappa artigianale“, der handwerklich destillierte Tresterbrand, stand im Mittelpunkt beim Del Fabro Tasting „Grappa Grande“. Im 57. Stock des Hotels Meliá Vienna konnte Herbert Reinhardt 70 Gastronomen begrüßen, die dem Wesen des einzigartigen Destillats nachspüren wollten. Denn als einzige Spirituose entstammt der Grappa keiner flüssigen, sondern einer festen Grundlage, den Pressrückständen („la vinaccia” oder Trebern) aus den bekanntesten Weinbaugebieten Italiens.

 

Die Zeiten, als Grappa außerhalb Italiens als fast vergessene „Arme-Leute-Spirituose“ galt, sind nämlich längst vorbei, erläutert Sensoriker Reinhard Pohorec in seiner Einführung zur Grappa-Herstellung. Die Vielfalt der Stile geht über die „weißen“ Grappe hinaus, das machten auch die acht Kostproben klar. Vom reinsortigen Tresterbrand (so genanntem „monovitigno“) bis zu den 18 Monate im Fass gelagerten Reservas reichte die Bandbreite. Aromatische Rebsorten mit leichter Süße auf der einen, fast whisky-artige Aromatik auf der anderen Seite ergaben ein Spektrum, das von Antonella Nonino (Friaul), Marta Bocchino (Piemont), Jonathan Lyddon/Francoli (Piemont) und Jacopo Poli (Veneto) vorgestellt wurde.

 

Vielfalt – vom Longdrink bis zum Whisky-Ersatz

 

Jonathan Lyddon, Export-Direktor der ebenfalls im Piemont ansässigen Destillerie Luigi Francoli, komplettierte die Runde. Der gebürtige Brite berichtete davon, wie man mit fassgelagertem Grappa „on the rocks“ auch Bartender überraschen kann: „Im Tumbler kann sich das meist keiner vorstellen“, leitete er die Debatte mit den Kollegen über die „Mixability“ von Grappa ein. Denn auch dafür eignet sich der vermeintliche Essensabschluss beim Italiener bestens. Nach verschiedenen Ideen des Produzenten-Quartetts – etwa einmal einen Negroni mit Grappa zu servieren – klang der Nachmittag im Meliá passend mit Grappa-Tonics von Jemil Wettes Bar-Team aus. Und einem einhelligen Fazit: Fantastico!

 


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